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Vom Beryll zur Brille
Seit gut 700 Jahren kann der Mensch sein Augenlicht mit einer
Sehhilfe verbessern. Schon früher wurden Berylle, geschliffene
Halbedel- steine als Leselupe eingesetzt, doch erst seit venezianische
Erfinder Ende des 13ten Jahrhunderts die Nietbrille auf den Markt
brachten, fanden Sehhhilfen immer grössere Verbreitung. Die Brille in
der heutigen Form ist erst um das Jahr 1850 in England entstanden.
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Der Holzsschnitt eines Mannes mit einer Nietbrille stammt aus
Schedel's Weltchronik von 1493. Erstmals in der Kulturgeschichte
erschien damit eine Brille in gedruckter Darstellung
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Weisses Glas herzustellen war zur damaligen Zeit eine
Exklusivität der Glasbläser von Venedig. Die berühmten Glashütten von
Murano dürfen als Geburtsort der Brille bezeichnet werden: Aus
venezianischen Werkstätten kamen auch die ersten geschliffenen
Augengläser. |
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Im Jahre 1300 wurde die Herstellung von Augengläsern per
Ratserlass reglementiert und erste Qualitäts-Vorschriften und
–Bedingungen definiert. Die Bril genannten Lesehilfen waren ein konvex
geschliffenes Glas, umgeben von einem dicken Ring aus Eisen, Horn oder
Holz und ausgerüstet mit einem Stil als Halterung. Indem man zwei
Gläser zusammen nietete, entstand die erste Brillenform, die Nietbrille. |
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Diese musste zwar mühsam von Hand auf der Nase festgehalten
werden, erlaubte jedoch das Lesen und Schreiben bis ins hohe Alter.
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Soviel zur Geschichte der Brille und der hohen Kunst der Brillenmacher. Denn dieses Handwerk hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Nicht nur, weil wir im visionären Zeitalter leben - immerhin nehmen wir 90% unserer Umwelt mit den Augen wahr - sondern auch weil die Entwicklungen und Forschungen im Bereich des Sehens gerade in den letzten 10 Jahren rasant fortgeschritten ist.
Es ist uns eine Freude, Ihnen dieses hochspannende Thema näher zu bringen. Lassen Sie sich begeistern von der heutigen Technik, von den Möglichkeiten, die geradezu eine optische Revolution ausgelöst haben. Lassen Sie sich aber auch begeistern von dem Verständnis, welches wir für unseren Beruf aufbringen, wir von Fuhlendorf...alles klar!
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